Liebe Leserinnen und Leser!
 
Zeit, mich einmal vorzustellen.
 
Ich bin Sabine Doris Engel, 48 Jahre alt (Bj 1968), verheiratet und Mutter von 3 Kindern (1991, 1994, 2009), vermutlich Asperger Autistin und auf jeden Fall HSP (Hochsensibel), hier zuständig für alle medizinischen Begebenheiten auf unserer Seite *s*.
 
 
Meine Jüngste ist auch Aspie und fordert mich gut. Ich habe noch andere Baustellen wie Lactose-, Gluten-, Salicylat-Intoleranz, Hashimoto Thyreoiditis, Asthma Bronchiale (Samter Trias), Insulinresistenz (auf dem Weg in den Diabetes) und Morbus Addison (Nebenniereninsuffizienz) sowie HPU (eine Stoffwechselstörung des Häm).
 
 
Seit wann ich MCS habe kann ich nicht genau sagen. Und was zuerst kam oder gar ursächlich für den anderen Kram ist, das weiß ich auch nicht. Der erste bewusst wahrgenommene Vorfall mit einem halben Zusammenbruch bei Autoabgasen war vor >25 Jahren. Ich war mit zahlreichen Zahnfüllungen "gesegnet". Das kann vieles ausgelöst haben..... 
 
 
Wobei ich mit 9 Jahren schon extrem auf Chlorwasser reagierte (da hatte ich trotz guter Pflege aber auch den ganzen Mund voll Amalgam, in sämtlichen Milchzähnen schon). 
Badeanstalt? Aber nicht ins Gesicht bitte, die Schleimhäute haben sofort alles zuschwellen lassen.... 
 
 
Das klang nach Memme und nicht nach krank und machte schon ein wenig einsam. War nicht schlimm, Bücher waren früher wichtiger als Menschen.
 
 
Dabei fällt mir heute dann natürlich auf, dass Chlor auch wieder bei HPU nicht gut ist, vollkommen unverträglich. Und vererbbar ist es auch. Also ist die HPU die Ursache? 
 
 
Ob ich bei der Arbeit auch auf Nanopartikel und Feinstaub vom Drucker/ Toner reagierte, das werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr erfahren, denn ich bin gerade pensioniert worden, weil meine Fehlzeiten das übliche Maß sprengten und man nicht auf alle meine Befindlichkeiten eingehen konnte (trotz Schwerbehinderung).
 
 
Es sieht aber sehr danach aus, denn im Warteraum der Ärztin von Mann und Sohn sterbe ich den Heldentot, wenn ich nicht aus dem Fenster hänge. Letztens sah ich dann warum:
Dort steht der Drucker/ Kopierer direkt hinter dem Tresen und wenn er benutzt wird, dann gehts mir schlagartig um ein vielfaches schlechter, ich muss dann sofort raus.
 
 
Die letzten 3,5 Jahre waren gesundheitlich die Hölle...... endlich darf ich das letzte Bisschen Gesundheit für mich behalten und ein wenig pflegen. Haushalt und Kind fordern mich allerdings derzeit schon in einem Maße, das kaum zu schaffen ist. 
 
 
Es gibt immer wieder Tage, die ich fast vollständig im Bett verbringe, unfähig mehr zu tun. 
Andere sind dagegen recht gut und ich muss acht geben, es nicht zu übertreiben, da sonst wieder die anderen Tage mehr werden. 
Ein Kreislauf, den ich gerade mit vielen kleinen Dingen zu durchbrechen suche.
 
 
Hier sind allerdings die Kumpels Morbus und Addison am Werke. Sie sind so freundlich, mich mit erheblichem Cortisolmangel und vielen anderen hormonellen Mängeln zu bedenken. Ich darf z.B. Testosteron zuführen, weil ich kein eigenes mehr habe. Was daraus folgt? Nun, wenn man bei mehr Testosteron, wie Männer z.B., mehr Muskelmasse und weniger Körperfettanteil hat, was passiert dann bei einem Mangel? Richtig......Scroll ein wenig runter ;)
 
 
Und wenn man nicht genug Cortisol hat, dann kann man schlecht atmen, was u.a. das Asthma beeinflusst. Mit wenig Progesteron ist man schnell müde und abgeschlagen, ich darf das also auch nehmen.... und und und....
 
 
Habt ihr Fragen? Allmählich sind meine Steckenpferde mehr geworden. Neben den Intoleranzen sind Hormone wirklich spannend, Aminosäuren auch und angrenzende Themen sowieso.
 
 
Hier kommt es nun, das leidige Thema Gewicht..... Das will man (Frau) ja immer mal wissen......
Ich habe nur einige Jahre Untergewicht gehabt, da hat sich wohl der Hashimoto mit ner Überfunktion angekündigt, das ist so locker 20 Jahre her. 
 
 
Danach kommt dann die Unterfunktion und damit schleichend Gewicht..... jedes Jahr waren es 2 kg , es fiel kaum auf, bis ich nun als adipös gelte (schön, das nennt sich Ernährungszustand *brummel* mit Ernährung hat das mal nix zu tun.....). 
 
 
Dann kam die Lactoseintoleranz und das Weglassen von Lactose brachte minus 5-6 kg. Die kamen irgendwann wieder und brachten ein paar Freunde mit. dann entdeckte ich die Glutenintoleranz spezifische Weizensensitivität und bei 
Beherzigung verlor ich so etwa wieder 5-6 kg. Die dann....rate! Genau, sie kamen wieder und brachten ein paar Freunde mit.....
Dann aber war die SD mal kurz gut eingestellt und ich nahm nicht zu, yeah! 
 
 
Und im Frühjahr 2014 nahm ich plötzlich ab, einfach so, gute 10 kg.... endlich nur etwas Übergewicht, nicht mehr soooooo schlimm. Naja, bei 162 cm waren es noch 74 kg. Ich war soooo happy, gute 2 Kleidergrößen! 
 
 
Was soll ich sagen, es war der Beginn des Morbus Addison und hätte ich weiter abgenommen, wäre ich vermutlich in Lebensgefahr geraten, wie viele mit dieser Erkrankung, weil sie so selten ist und meist nicht schnell genug erkannt wird. Man sieht so schön gesund aus..... 
Ich hatte Glück. Seit es behandelt wird, was ja super wichtig ist, nehme ich so richtig schön zu.   
 
 
Nicht nur die 10 kg, schon klar, nein noch weitere 6 sind schon drauf. Ob das mal endet? Ich hoffe es. Es gibt sogar einen medizinischen Begriff dafür: Stammfettsucht. Klassisch bei Morbus Addison oder viel Cortison jeglicher Art.
 
 
Die Folge ist klar: Insulinresistenz, ein Fuß im Diabetes, keine Chance etwas zu ändern..... Möglichkeiten zeige ich euch auf den folgenden Seiten noch auf, aber leider kommen sie für mich nicht in Frage, sie widersprechen immer der einen oder anderen Erkrankung/ Unverträglichkeit von mir. Ja genau, Pech muss man haben ;)
Das macht nichts, es hat ja alles im Leben einen Sinn.
 
 
Und viele Chancen, das Leben trotzdem gut zu finden. 
Du siehst, es ist so vieles maßgeblich und spielt alles ineinander. 
 
 
Unterkriegen lassen? Auf keinen Fall!!
 
 
Eure Sabine Doris Engel
 
 
Berlin im Januar 2016